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Gynäkologische Onkologie
(SGO)

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Neben der Krankenversorgung und der Lehre ist die Forschung eine weitere Hauptaufgabe einer Universitätsklinik. In der Kieler Universitätsfrauenklinik geniessen die patientennahe Forschung, die Grundlagenforschung und die Übertragung der Forschungsergebnisse in die klinische Praxis (translationale Forschung) einen hohen Stellenwert.
Die Kieler Klinik hat mehrer Forschergruppen, die mit renommierten Naturwissenschaftlern und Klinikern besetzt sind. Die enge Verzahnung von Klinik und Forschung ermöglicht es, Forschungsergebnisse zügig in die klinische Praxis umzusetzen, damit sie unseren Patientinnen zugute kommen.

Onkologisches Labor

(Leitung: Prof. Dr. rer. nat. Norbert Arnold und  Prof. Dr. med. Nicolai Maass)

 

Team Onkologisches Labor
Team Onkolabor
In den onkologischen Laboratorien der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sind im Rahmen verschiedener Projekte der Eierstock- und Brustkrebs im Fokus der Forschungsaktivitäten. Insbesondere der Eierstockkrebs wird hier intensiv beforscht, da er zu den gynäkologischen Malignomen mit besonders ungünstiger Prognose gehört. Frühsymptome fehlen weitestgehend und es gibt auch keine zuverlässige Methode zur Früherkennung, deshalb wird bei über 70% der Patientinnen die Diagnose in fortgeschrittenem Stadium gestellt. In therapeutischer Hinsicht besteht das Problem des Auftretens von Zytostatikaresistenzen. Nach wie vor herrscht ein Mangel an Markern für die individuelle Prognose einer Patientin oder für das Ansprechen einer bestimmten Therapie.
Onkologisches Labor
Neben klassischen zytogenetischen und molekulargenetischen Methoden sowie Zellkultursystemen kommen zur Bearbeitung unterschiedlicher Fragestellungen auch in Kooperation mit anderen Arbeitsgruppen zunehmend Hochdurchsatz-Technologien (z.B. Array-CGH, Expressionsarrays, Vielfarben-FISH, quantitative PCR, DHPLC) zum Einsatz.
Onkologisches Labor
Wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte zum Brustkrebs beschäftigen sich mit Methoden zur Diagnose und Ausbreitung dieser Erkrankung. Dabei werden modernste Expressions-Analysen auf RNA und DNA-Ebene (sog. Chip-Analysen, Proteomics) angewendet. Hierbei sollen insbesondere neue Targets für eine individualisiertere Brustkrebstherapie identifiziert werden. In diesem Zusammenhang werden vorwiegend zellkulturelle Verfahren eingesetzt. Weiter werden moderne Brustkrebstherapien in Zellkultur-Versuchen überprüft und zum Teil in klinische Studien überführt.

 

Onkologisches Labor
Das Labor ist von Anfang an Mitglied des Deutschen Konsortiums für familiären Brust- und Eierstockkrebs. Dies ist ein Forschungsverbund zur Diagnostik der zur Brust- und Eierstockkrebs prädisponierenden Gene BRCA1 und BRCA2, die bei Familien mit gehäuftem Auftreten von Brust- und/oder Eierstockkarzinomen verändert sein können. Ratsuchende können sich in unserer Tumorrisiko-Sprechstunde informieren.

Mehr Informationen zur Mikrodissektion (FISH-MD) finden Sie hier .

 

Reproduktionsbiologisches Labor


(Leitung: Dr. rer. nat. Ali Salmassi, Dr. med. Andreas Schmutzler und Professor Dr. med. Liselotte Mettler)

 

Team Reproduktionsmedizin
Team Reproduktionsmedizin
Die Kooperation von Klinikern und Labor-Spezialisten ist Basis der Reproduktionsmedizin. Die Kinderwunschbehandlung umfasst die Erforschung der Endometriose, das Entstehen von Myomen und eine ovarielle Stimulations-Therapie. Im Labor vorbereitet und durchgeführt werden die intrauterine Insemination, die heterologe Insemination, die In-vitro-Fertilisation (IVF), der Embryotransfer, die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), die Hodenbiopsie (TESE), die Gewinnung von Spermien aus den Nebenhoden (MESA), das Einfrieren von Spermien, Hodengewebe und befruchteten Eizellen; Assisted Hatching und die Polkörper-Diagnostik.

 

In Abhängigkeit zum Alter der Frau zeigen Eizellen zu 20 bis 70% genetische Auffälligkeiten. In der Mehrzahl sind diese Eizellen oder sich daraus entwickelnde Embryonen nicht oder nur kurzzeitig entwicklungsfähig. Durch die genetische Untersuchung der Polkörper sollen die Eizellen erkannt werden, die eine chromosomale Abweichung zeigen, damit sie dann vom Embryo-Transfer ausgeschlossen werden können.

Wissenschaftliche Schwerpunkte des Labors sind Untersuchungen zur Pathogenese der Endometriose, die Rolle der Zytokine in der Fortpflanzung, Zellkulturen von Granulosa- und Eizellen, Kryokonservierung und Polkörperbiopsie von Eizellen.

Angewandte Techniken sind Mikro-Array, in situ und in vitro RT-PCR, Real-Time PCR and Proteinanalysen. Als präimplantationsgenetisches Screening durch Polkörperbiopsie wird in Kooperation mit dem onkologischen Labor die Fluoreszens-in-situ-Hybridisierung (FISH) und die komparative Genomanalyse zum Ausschluss chromosomaler Aberrationen angewandt.

Unser Labor ist Mitglied des Bundesverbandes reproduktionsmedizinischer Zentren mit jährlichen Qualitätskontrollen. Alle Daten werden an ein zentrales Register , welches bei der Ärztekammer im Bad Segeberg lokalisiert ist, weitergeleitet und analysiert.

Im Video sehen Sie eine Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI):