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Hysteroskopie

Die Hysteroskopie ist eine endoskopische Untersuchungsmethode zur Betrachtung der Gebärmutterhöhle. Der Arzt geht mit einem Instrument (Hysteroskop) über den Zugang der Scheide durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle ein und dehnt hierbei die Gebärmutterhöhle mit Kohlendioxydgas oder mit einer Flüssigkeit auf, um die Innenwände der Gebärmutterhöhle betrachten zu können.

Dieses diagnostische Verfahren ist schon seit Ende des 19. Jahrhunderts in seinen Grundzügen bekannt, wurde allerdings erst in den sechziger und siebziger Jahren des 20.Jahrhunderts durch Professor Lindemann, eines der Ehrenmitglieder unserer Gesellschaft, in Deutschland derart perfektioniert, dass es weltweit routinemäßige Anwendung finden konnte.

In den Jahren 1980-1990 wurde dann die operative Form der Hysteroskopie entwickelt. Hierbei benutzt der Arzt ein Instrument, welches nicht nur die Betrachtung der Gebärmutterhöhle ermöglicht, sondern zusätzlich Möglichkeiten der endoskopischen Behandlung eröffnet. Die einfache Variante ist das Hysteroskop für kleine, mechanisch ausgeführte Eingriffe, bei dem über einen
Zusatzkanal neben der Optik eine Schere, eine Biopsiezange oder eine Faßzange in die Gebärmutterhöhle eingeführt werden kann. Der Arzt kann hiermit kleine Polypen abschneiden und aus der Gebärmutterhöhle herausziehen, Verklebungen in der Gebärmutterhöhle lösen, gezielt Proben aus der Gebärmutterschleimhaut entnehmen oder eine Verhütungsspirale, deren Faden nach innen in die Gebärmutterhöhle verlagert ist, unter Sicht herausziehen. Die operativen Möglichkeiten sind mit diesem Instrument allerdings sehr begrenzt.

Weitergehende Formen der endoskopischen Behandlung machen das sogenannte Resektoskop und das Laser-Hysteroskop möglich. Beim Laser-Hysteroskop wird durch den Arbeitskanal des gleichen Instrumentes, welches für die mechanisch-operativen Eingriffe benutzt wird, eine kleine Laserfaser hindurchgeschoben, mit der dann innerhalb der Gebärmutterhöhle die Schleimhaut abgetragen werden kann (Endometriumablation), Polypen oder Myome zerstört werden können oder eine angeborene Fehlform der Gebärmutter, ein Septum durchtrennt werden kann. Es hat sich allerdings erwiesen, dass die Laserbehandlung der Gebärmutterhöhle relativ umständlich und mühselig ist und keine besseren Ergebnisse liefert, als die Behandlung mit dem elektrischen Resektoskop, welches zudem meist die schnellere Durchführung solcher Eingriffe ermöglicht. Die meisten endoskopisch tätigen Gynäkologen haben daher die Laserbehandlung bei der operativen Hysteroskopie wieder verlassen und sich ganz dem Resektoskop zugewandt.

Das Resektoskop ist ein Instrument, welches von den Urologen übernommen wurde, die hiermit die endoskopische Behandlung von Prostatawucherungen durchführen. Es besitzt einen Handgriff, in den verschiedene Arbeitselemente, wie eine Schneideschlinge, eine spitz zulaufende Nadel oder eine elektrische Kugel eingesetzt werden können. Der Arzt kann nun über den natürlichen Zugang des
Muttermundes unter Sicht innerhalb der Gebärmutterhöhle verschiedene Veränderungen in der Gebärmutterhöhle therapieren. Meist wird das Resektoskop für die folgenden Behandlungsformen eingesetzt.